Meraner Altstadt
Die Meraner Altstadt verführt mit ihrem Charme, mit ihrem romantischen Stadtkern, den Lauben, kleinen Gässchen und bunten Häuserfassaden. Sie pulsiert zwischen Geschäften, Gaststuben, Cafés und Treffs für Genießer.
Meran ist eine Stadt für Genießer, für Liebhaber von Kultur, Literatur, Geschichte, Architektur, Wellness – eben für Lebenskultur!
... und Meran besticht als Gartenstadt, als Promenadenstadt, als Klimaoase im Alpenraum
Das Schmuckstück der Meraner Architektur war und ist mit Sicherheit noch immer das auf der Passerpromenade errichtete Kurhaus. Die Errichtung dieses Gebäudes war eine der Sternstunden in der Geschichte unserer Stadt. Das erste Gebäude, das 1874 erbaut wurde, war das im historischen Stil errichtete alte Kurhaus, in dem man zur Unterhaltung der anspruchsvollen Kundschaft Konferenzen, Feiern, Bälle und andere Veranstaltungen organisierte. Da die Zahl der Gäste von Jahr zu Jahr anstieg, entschloß man sich zur Erweiterung des Bereits vorhandenen Kurgebäudes. So begann man 1912 mit der Errichtung des Kurhauses, dessen Bau 1914 fertiggestellt wurde. Das Kurhaus war das erste Gebäude in der Stadt das mit elektrischem Licht versorgt wurde. Es wurde in den letzten Jahren komplett restauriert.
Residenz der Tiroler Landesfürsten, um 1470 umgebaut. Diente den tiroler Landesfürsten bei ihrem Aufenthalt in der Stadt als Absteigequartier. Zum Teil gotisches Mobiliar - historische Musikinstrumentensammmlung. Möbel des alltäglichen Bedarfs, Küchengeräte, Kachelöfen, Fresken, Portraits, Musikinstrumente und Waffen lassen eine längst vergangene Epoche wiedererstehen. Die kleine Kapelle in der Burg ist durch ein Holzgitter geteilt.
1899 entwarf der Münchner Gruppe angehörende Architekt Martin Dulfer das Meraner Stadttheater, als alle Ideale des Münchner Jugendstils verkörpert sowohl das Innere als auch das Äußere des Gebäudes sind mit Marmor und Stuckdekorationen reich verziert. Dieses feine und elegante Stadttheater wurde dem italienischen Komponisten Giacomo Puccini gewidmet. Später gewann das Kino die Oberhand. Geldmangel und der II. Weltkrieg ließen die längst notwendig gewordenen Renovierungsarbeiten nicht mehr zu.
Die Sankt-Nikolaus-Pfarrkirche:
Erbaut 1310-1455. Der Turm wurde in mehreren Bauabschnitten immer höher gebaut, bis er im 16. Jahrhundert die heutige Höhe von über 80 Metern erreichte und zu einem Wahrzeichen der Stadt wurde. Sehr interessant sind einige Fresken in der Turmhalle. Interessante Skulpturen und Bilder im inneren der Kirche. Hinter der Kirche und entlang der Außenseite der Apsis alte Grabsteine (der Platz um die Kirche war bis 1848 der Friedhof von Meran). Östlich der Kirche die St. Barbara-Kapelle (früher Friedhofskapelle) aus dem 15 Jh. Restauriert 1995-99.
Die Textilkünstlerinnen zeigen in ihren Arbeiten persönliche Auseinandersetzungen mit Schicksalen von Frauen aus mehreren Kulturkreisen und Zeitepochen. Mit verschiedenen textilen Ausdrucksmitteln erzählen die Objekte Geschichten vom Frausein, gefangen in ihren Schicksalen von verkommennen Traditionen, von Begrenzungen und Ausgesetztheiten, bis hin zu Übergriffen auf Körper und Leben. Stoffe, textile Materialien und ihre Verarbeitung stellen für sie ein probates Ausdrucksmittel dar, weibliche Gefühlswelten, Lebensumstände und Befindlichkeiten zu transportieren.
Bis 1256 schweigt die Geschichte über die Kirche zu St. Georgen in Obermais, dann erfährt sie ihre erste urkundliche Erwähnung. Am 30. September desselben Jahres stiftet Gräfin Adelhaid zum Seelenheit ihres verstorbenen Vaters Albert von Tirol ein Fuder Wein von einem Weingute zu "St. Georgen in Rain" ans Kloster Chiemsee. Diese Expositurkirche der Pfarre Mais war damals noch der Diözese Trient unterstellt. 1273 schenkte Bischof Egno über Vermittlung von Meinhard II., Grafen von Tirol und Görz dem Kloster Stams die Pfarrkirche zum hl. Vigilius in Mais mit allen Filialkirchen.
Spitalkirche zm Hl. Geist, Heutige Heiliggeistkirche:
Auf der linken Passerseite, darum außerhalb des alten Stadtkerns und der früheren Stadtmauern, liegt diese außergewöhnliche Kirche, eines der anmutigsten Gotteshäuser Südtirols. 1271 wurde sie von Meinhard II., Graf von Tirol, und seiner Frau Elisabeth von Wittelsbach gegründet. 1419 kam es zu einer Überflutung durch die Passer und zur völligen Zerstörung der ursprünglichen Kirche. Der Wiederaufbau wurde 1483 unter Erzherzog Sigismund beendet.
Maria-Trost-Wallfahrtskirche:
Sie liegt im Stadtteil Untermais. Es handelt sich um eine romanische Kirche (12. Jahrhundert) mit einem Kirchturm im lombardischen Stil. Ihre erste urkundliche Erwänung stammt aus dem Jahr 1273. Im 14. Jahrhundert wurde ein Seitenaltar und der Friedhof geweiht, aus dem Barock stammen andere Teile, z.B. der Glockenturm. Romanische und gotische Wandmalereien schmücken Innen- und Außenwände. In der Gruft unter dem Chor liegt der 1915 verstorbene Erzherzog Ferdinand Karl begraben.
Kapuzinerkirche zum Hl. Maximilian:
Kirche zum heiligen Bischof und Märtyrer Maximilian. Den Grundstein legte man am 1. Mai 1611. Meran unterstand damals dem Fürstbischof von Chur. Erzherzog Maximilan gilt wegen seiner hervorragenden materiellen und moralischen Unterstützung als Stifter des Klosters. Am 8. Septemer 1629 erhielt Herzog Alfons III. von Este in der Kirche das Ordenskleid. Kirche und Kloster wurden 1711 vergrößtert, die neue Kirche am 22. Juni 1715 vom Churer Fürstbischof Ulrich konsekriert. Im August 1808 hob die bayerische Regierung das Kloster auf.
Geschichte Merans
857 Urkundlich wird Meran erstmals erwähnt als "locus qui dictur Mairania". Es muß damals eine kleine Siedlung gewesen sein an der Schotteransammlung der Passer (in etwa das heutige "Steinach", das Gebiet zwischen Pfarrplatz und Passeierer Tor; dies ist heute der älteste Teil von Meran).
11. Jh. Die Bischäfe von Brixen und Trient werden mit dem "Land im Gebirge" belehnt.
12. Jh. Die aus dem Vinschgau stammenden Grafen nennen sich, nach ihrem Schloß, "Grafen von Tirol". Das Schloß hatte zu der Zeit schon seinen Namen von der uralten Siedlung Tirol übernommen.
13. Jh. Die Grafen von Tirol, bereits Vögte des Bistums Trient, werden auf dem Erbewege auch Vögte des Bistums Brixen; schließlich sind sie dann die fast uneingeschränkten Herrscher im Lande. Nach ihrem Schloß nannten sie das Land "Tirol".
1254 Zum ersten Male kommt urkundlich der Name "dominium comitis Tyrols" vor.
1258-1295 Meinhard II. von Tirol - Aus Meran hat er den Hauptort (seit 1317 Hauptstadt) seines Landes gemacht: Anlegung der Laubengasse und des Rennweges; Gründung der Spitalkirche mit Spital (heutige Heilige-Geist-Kirche); Gründung des Klarissenklosters (gegründet von einen Sohn Meinhards II.); Errichtung einer "Münze"; Verlegung von wichtigen Märkten von Mais, bzw. Tirol nach Meran.
1317 Erste urkundliche Erwähnung von Meran als "Stadt" (in einer Urkunde König Heinrichs, eines Sohnes Meinhards II.).
1295-1335 König Heinrich, "Graf von Tirol"; König wurde er genannt, weil er einmal kurze Zeit König von Böhmen war.
1335-1363 Margarete Maultasch, die letzte Gräfin von Tirol.
1363 Übergabe des Landes an die Habsburger.
15. JH. Unter den Habsburgern wird die Bedeutung von Innsbruck immer größer; allmählich werden die Rechte einer Hauptstadt von Meran nach Innsbruck verlegt; Sitz der Fürsten war jetzt Innsbruck bzw. Wien; die berühmte Münze ist auch in diesem Jahrhundert von Meran nach Hall bei Innsbruck verlegt worden.
16. - 193 Jh. Meran bleibt Zentrum für Vinschgau, Passeier- und Ultental, aber wächst nicht, es bleibt immer ein kleines Städtchen, sehr ländlich, umgeben von den mittelalterlichen Mauern. Man spricht von Meran noch anläßlich der Bauernkriege ("Meraner Artikel" 1525), so wie anläßlich der Kämpfe in der Zeit Andreas Hofer (1809).
seit etwa 1830 Allmählich Entwicklung Merans zum Ferien- und Kurort
1860-1881 Bau der Bahnlinie über den Brenner und Bau der Bahnlinie bis Meran (1881): dadurch bedingter außer-ordentlicher Aufschwung des Kurortes.
1874 Bau des "Kleinen Kursaales".
1913-1914 Bau des "Großen Kursaales"
1914-1918 Erster Weltkrieg: Südtirol von Italienern besetzt.
1922-1945 "Faschistenzeit", die Leidenszeit Südtirols. In diese Zeit fallen die Eingemeindung von Obermais, Untermais und Gratsch, sowie die Errichtung des Pferderennplatzes in Untermais.
seit 1945 Aufblühen Merans nach dem zweiten Weltkrieg. Es wird Zentrum des Tourismus in Südtirol. Die radioaktiven Quellen und deren Auswertung inder neuen Therme Meran vervielfachen den Wert der Stadt als Kurort.

