Meraner Höhenweg und leichte Bergwanderungen
Der Meraner Höhenweg ist einer der schönsten Rundwanderwege des gesamten Alpenraumes. Auf relativ gleich bleibender Höhe verläuft er an der Grenze zwischen dem Hochgebirgsklima der Texelgruppe und dem submediterranen Klima Merans. Die gesamte Strecke umfasst ca. 100 km, kann aber auch in kleine Abschnitten als Tageswanderungen eingeteilt werden und bietet wunderschöne Aussichtspunkte.
Von Naturns geht's hinauf auf 1.500 bis 1.800 Meter - zu Fuß oder mit der neuen Seilbahn Naturns-Sonnenberg-Unterstell. Auf dem Meraner Höhenweg erwartet Sie dann auf einer Länge von rund 110 km pures Wandervergnügen - mit nur wenigen steilen Anstiegen, dafür aber atemberaubenden Aussichten auf das Passeiertal, das Meraner Talbecken, die Sarntaler, Stubaier und Ötztaler Alpen. An schönen Tagen erscheinen die Dolomiten, die Brenta-Gruppe und der Ortler zum Greifen nah. Der Rundweg ermöglicht eine Nord- und eine Südumrundung. Der "Meraner Höhenweg Süd" reicht von Katharinenberg im Schnalstal bis Ulfas oberhalb von Platt in Passeier. Der "Meraner Höhenweg Nord" verläuft dann weiter Richtung Pfelders und führt mitten in den Naturpark Texelgruppe. wo die Stille der unberührten Berglandschaft höchstens einmal vom Schrei des Steinadlers oder dem Pfiff eines schreckhaftem Murmeltieres unterbrochen wird. Aufgrund der zahlreichen Auf- bzw. Abstiegsmöglichkeiten können Sie Ihre Wanderung von einem beliebigen Punkt beginnen und natürlich auch wieder beenden. Zwischendrin sollten Sie aber unbedingt auf einer der idyllischen Almen einkehren und sich mit einer köstlichen Marende belohnen.
Der Vinschgauer Sonnenberg:
Wegen seiner Steppenvegetation gehört der Sonnenberg im Vinschgau (Südtirol) zu den interessantesten Forschungsgebieten der Alpen und beeindruckt durch Herbheit und Vielfältigkeit. Der Einfluss des trockenen und submediterranen Klimas wirkt sich auf die Flora und Fauna aus. Das Vorkommen der Smaragdeidechse, der Gottesanbeterin, verschiedener Schmetterlinge und Käfer verleihen diesem Lebensraum eine besondere Note.
Meran - Hafling / Falzeben - Zuegghütte - Rotwandhütte - Waidmannalm - Meranerhütte - Kreuzjöchl - Maiseralm - Moschwaldalm - Falzeben
Von Meran mit dem Bus oder dem Pkw nach Hafling / Falzeben. Vom Parkplatz Falzeben (1621 m), Weg Nr. 14, über Zuegg 1765 m und rotwandhütte (1817 m) nach Meran 2000 (oder auch mit der Umlaufbahn bis hierhin), nun weiter über Waidmannalm (1998 m) und Meranerhütte (1960 m, bis hierhin ca. 2 Stunden ohne Umlaufbahn), so gelangen Sie auf Weg Nr. 4, den sogenannten Europäischen Fernwanderweg E5 (vom Bodensee zur Adria). Nach ca. 20 Minuten erreichen Sie das Kreuzjöchl (1984 m) und biegen im rechten Winkel ab auf Weg Nr. 15 zur Maiseralm. Weiter auf Weg Nr. 51 zur Moschwaldalm, nach der Hütte bleiben sie rechts, wandern über den Steilhand (ca. 15 Minuten), überqueren den Sinichbach und erreichen bald den Ausgangspunkt Falzeben.
Gesamtgehteit ca. 4,5 Stunden - mittelschwer
Hafling - Gasthof Alpenrose / Vöran - Leadner Alm - Gasthof Grüner Baum - Schützenbründlweg - Knottnkino am Rotsteinkogel - Gasthof Alpenrose
Mit dem Auto oder Bus über Hafling, weiter Richtung Vöran bis zum Gasthof Alpenrose (Parkplatz 100 m oberhalb des Gasthofes). Auf dem Weg Nr. 11 zur Leadner Alm, abwärts Weg Nr. 16 Richtung Grüner Baum, von dort über den Schützenbründlweg Nr. 12A bis zum Rotsteinkogel, links ansteigend zum Knottnkino mit herrlichem Panoramablick, anschließend zurück zum Gasthof Alpenrose. Gesamtgehzeit ca. 3,5 Stunden - leicht
Der Naturpark Texelgruppe
Wandertipp: Dick 1706 m Kopfron 1436
Mit der Seilbahn erreichen Sie von Naturns aus Unterstell. Weiter geht es über den Weg Nr. 10 über die Höfe Patleid, Lint durch das leicht ansteigende Waldgebiet bis zum Hof Dick. Auf dieser Strecke ergibt sich nicht nur ein weiter Blick in das Vinschgautal, sondern auf Dick angekommen, öffnet sich der Blick auf die Dolomiten, die Schnalstaler Berge (Similaun 3597 m) und die Hintere Schwärze (3624 m). Am höchsten Punkt der Wanderung angekommen, geht es abwärts durch Wald- und Wiesenflächen zm Kopfron. Der Rückweg führt über den Weg Nr. 24 an einer kleinen Kapelle vorbei bis Inner-Unterstell, wo man einen guten Blick auf das berühmte Schloss Juval von Reinhold Messner hat. Zurück über Patleid führt der Weg Nr. 10 uns auch schon zur Seilbahn Unterstell, um dort die Abendsonne bei einem kühlen Schluck zu genießen.
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Wandertipp: Schnatz 1535 - Pirch 1445
Ausgehend von der Seilbahn Unterstell führen die Wege Nr. 24b und 24 über die Höfe Innerforch, Galmein durch den Kirchbachgraben bis hin zu Grub. Hier können Sie eine Bergschule besichtigen, in der heute noch den Kindern des Sonnenberges das ABC beigebracht wird. Nun führt uns ein etwas steilerer Weg Nr. 24 bis Schnatz, von wo aus Sie eine wunderschöne Aussicht genießen und bei Bedarf Einkehr halten können. Der Abstieg erfolgt über Pirch. Hier treffen "alte und neue Welt" zusammen, denn das alte Wohngebäude steht schon seit dem 13. Jahrhundert. Nach einer erholsamen Rast führt uns derselbe Weg wieder zurück über die mit Liebe gepflegten Höfe an den steilen Hängen des Sonnenberges.
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Gipfelerlebnis: Kirchbachspitze 3053 m
Mit der Seilbahn Unterstell gelangen wir nach Unterstell. Weiter geht es über den Weg Nr. 10a und 10 über die Höfe Patleid, Lint und Dick zur Dickeralm und zur Oberen Moaralm. Stets dem Weg Nr. 10 folgend erreichen wir schließlich den Gipfel der Kirchbachspitze. Die überwältigende Aussicht - ein Traum - lädt zum Verweilen ein, ebenso wie die Sonnenterrassn der zahlreichen Höfe und Almen, an denen wir auf unserem Rückweg, wieder über Weg Nr. 10 und 10a wie beim Aufstieg, vorbeikommen. Gönnen Sie sich vor der Rückkehr ins Tal eine wohlverdiente Stärkung oder genießen Sie einen unvergesslichen Sonnenuntergang.
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Wanderroute: Hochforch 1555 m
Vom Ausgangspunkt Unterstell wandern wir den Weg nr. 24 über die Höfe Galmein, Grub und Pirch, vorbei an einer alten Mühle, um in die "1000 Stufenschlucht" (987 Stufen) hinabzusteigen. An der tiefsten Stelle der Schlucht gewinnt man einen Eindruck davon, was ganzjährige Wassermassen in endloser Zeit in ihrer Laune geformt haben. Wer sich ängstigt, kann über einen steilen Ausstieg auf der anderen Seite der Schlucht entkommen. Oben angekommen werden Sie von einem atemberaubenden Ausblick auf die Meraner Berge belohnt. In Hochforch können Sie sich noch einen kräftigen Schluck genehmigen, bevor Sie mit dem Shuttledienst (Voranmeldung unter Tel: +39 335 6920692) ins Tal chauffiert werden. Für nicht "gehmüde Wanderer" bietet sich für den Abstieg die Variante weiter über den Wanderweg bis zum Gasthaus Gruberhof in Partschins/Rabland, um von dort in das Tal zu gelangen.
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